Zu beachten sind mehrere Faktoren. Auswahlkriterien sind einmal die Beitragshöhe und das Leistungsspektrum, wobei sich der Beitrag aus dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Leistungsspektrum errechnet. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderen die ambulanten Behandlungen, die Zahnbehandlungen, die stationären Heilbehandlungen und das Krankentagegeld. Auch ein Vergleich der Leistungen zur gesetzlichen Krankenversicherung lohnt sich. Denn da erhält man die aufschlussreichsten Informationen: die Unterschiede beispielsweise in der ambulanten Behandlung sind prekär. Nehmen wir als Fallbeispiel die Auswahl des Arztes. So ist es in der gesetzlichen Krankenversicherung nur möglich, ausschließlich Kassenärzte zu konsultieren, weiters ist eine Zuzahlung Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal anberaumt.
In der privaten Krankenversicherung werden die Arztkosten zu 100 % erstattet, der Patient hat die freie Arztwahl und es gibt keine Praxisgebühr. Hier könnten noch viele Beispiele angeführt werden, aber die Auswahl der richtigen PKV hängt nicht nur von diesen Unterschieden GKV-PKV ab. Unbedingt erforderlich ist es, einen Vergleich der Anbieter vorzunehmen. Entweder bei den Versicherungsanstalten selbst oder im Internet. Denn die PKV Tarife und die Preise der Versicherer unterscheiden sich gravierend. Womit auch schon der nächste Punkt bei den zu beachtenden Kriterien einer Wahl der richtigen privaten Krankenversicherung (PKV) erwähnt ist. Wichtig ist es, die Tarifpolitik über einige Jahre zu beobachten, also rückblickend zu sehen, ob es viele Neuerungen auf dem Tarifsektor gegeben hat. Denn nur konstante Tarife beweisen eine gut durchdachte und konstante Tarifpolitik, die auch tatsächlich funktioniert.
Deshalb sind Versicherer, die mit neuen Produkten werben, oft nicht zuverlässig in der Einhaltung der Leistungen. Vorsicht ist also geboten. Ganz wichtig bei der Wahl der richtigen PKV (privaten Krankenversicherung) sind auch die Versicherungsbedingungen. Diese geben beispielsweise Auskunft über eventuelle Leistungseinschränkungen (Beispiel bei Heil- und Hilfsmitteln) oder die Kündigungsfristen (es gibt zwei Kündigungstermine: jeweils 3 Monate zum Ende des Kalenderjahres oder 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres). Hier gibt es Unterschiede bei den Anbietern (unter anderem auch bei der Mindestlaufzeit des Vertrages und der Versicherungsart), es ist also ratsam, auch das Kleingedruckte genau durchzulesen. Es muss vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) gut verglichen werden, nicht nur die Produkte für einen optimalen und den Lebensumständen perfekt angepassten Versicherungsschutz müssen verglichen werden. Auch über die Versicherungsgesellschaften die Krankenversicherungen anbieten, sollte man sich informieren.
Dabei geht es um die Stabilität des Unternehmens auf dem Markt und auch darum, ob die gegebenen Leistungsversprechen auch tatsächlich eingehalten werden und ob es unbürokratisch von statten geht, wenn es einen Anspruch gibt. Zurück zu den Versicherungsbedingungen: darin ist auch der genaue Leistungsumfang beschreiben, der die Krankenversicherung zur Leistung verpflichtet. Sind Kulanzleistungen unklar definiert, ist das nicht unbedingt wichtig, weil die jeweilige Privatversicherung nicht zur Leistungspflicht gezwungen ist. Jedoch umso wichtiger ist der Beitrag und der Tarif (das Leistungsspektrum), deswegen wechselt man schließlich zur privaten Krankenversicherung. Meist bleiben die Versicherten ein Leben lang bei der jeweiligen Krankenversicherung, Veränderungen, die sich im Laufe des Lebens ereignen, sollten schon zu Beginn des Vertrages mit einbezogen werden. Die Versicherungsbedingungen halten sich an den MB/KK 94, die sogenannten Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung, vom Verband für die privaten Krankenversicherungen (PKV).